Montag
Montag ist Anreisetag und unsere Achtklässler starten zu ihrer Tour in den Wald. Noch weiß keiner so richtig, was auf sie zukommt – außer Herrn Helmholz natürlich – der war als „alter Hase“ schon so oft hier im „Spitzberg“, dass er die genaue Zahl nicht mehr reproduzieren kann. Mit unserer Lerchenfeldschule sind es nun bereits vier Besuche und es sollen noch einige hinzukommen. Man merkt, Herr Helmholz ist fast ein Fanboy dieser Praktikumseinrichtung.
Nun denn soll der Bericht starten.
Wir sind gut angekommen und das Gepäck wird unter größten Kraftanstrengungen aus dem Bus über die Terrasse in die Zimmer gewuchtet. Die Zimmereinteilung klappte dann auch fast reibungslos und alle können ihre Betten beziehen. Auch hier muss man sagen, dass diese Phase für eine Achte verhältnismäßig ruhig über die Bühne ging. Mittagessen und die folgende Einweisung und Belehrung füllten den beginnenden Nachmittag und hier traten die ersten Probleme zu Tage. Der Hinweis von Herrn Klose, dass Kleidung und Freizeitartikel nur am ersten Tag ausgeliehen werden können, ging in der Vielzahl der Informationen dann doch teilweise unter. Zumindest Arbeitshandschule hat wohl jedes der Kids und die einen oder andere Jacke wurde auch mitgenommen – Freizeitartikel allerdings waren nicht dabei. Naja, zwei Bälle und einige Tischtenniskellen Tischtennisbälle sowie Kartenspiele hat dann Herr Helmholz noch mitgenommen und am späten Abend gab es dann sogar einige junge Leute, die den Spielkarten zusprachen.
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Der Nachmittag wurde bei leichten Sprühregen zu einem kleinen Spaziergang genutzt, bei dem tatsächlich auch ein Angelcache vom Baum „gepflückt“ werden konnte. Der Waldspielplatz mit guter Netzanbindung war dann sozusagen das endgültige Zwischenziel und der Blick auf den Schrittzähler zeigte, dass wir mit etwa 7 km doch ein recht ordentliches Stück gelaufen sind. Es macht also Sinn, das Handy auch bei kleinen Wegen immer dabei zu haben. Am Dienstag werden wohl 7 km am Ende des Tages ehr belächelt.
Abendessen und abendliche Freizeit liefen dann reibungslos ab und als 22:00 Uhr zur Nachtruhe gerufen wurde, konnten die meisten Schülerinnen und Schüler auch von einer beginnenden abendlichen Ruhe überzeugt werden. Gegen 0:00 Uhr konnten dann Frau Ziebarth, Frau Telzer und Herr Helmholz dann auch ihre kurze Nachtruhe teilweise erfolgreich antreten.
Eine gute Nacht!
Dienstag
Der erste Arbeitstag für die Kids läuft erstaunlich gut an. Na klar, die 14-jährigen sind mit ihrer übersprudelnden Energie ansatzlos eine halbe Stunde vor der „Weckzeit“ aus den Federn gesprungen und ermöglichten uns Begleitern ein weckerfreies Erwachen. Es wuselte und letztendlich waren alle rechtzeitig zum Frühstück erschienen. Daumen hoch!
Der Teufel steckte dann wieder im Detail, als es an die Aufteilung der bereits fertigen Gruppen ging. An den Satz vom Vortag „Nehmt bitte alles was ihr benötigt mit zum Frühstück, damit ihr zügig um 07:00 Uhr starten könnt.“ wurde sich nur bruchstückhaft erinnert. Somit waren einige verstreute Schülerlein noch einmal in den Schlafräumen, um diverse Utensilien zusammenzusuchen. Ein Blick in die Zimmer zeigte, dass der Satz „Stellt bitte morgens die Stühle auf den Tisch, damit die Räume sauber gemacht werden können.“ Wohl für Achtklässler auch eine gesteigerte Herausforderung darstellte.
Bei all den nicht ganz verstandenen Sachverhalten ist die Abfahrt dann doch recht pünktlich und die Kids können sich in die Waldarbeit stürzen.
Herr Krüger aus dem Waldheim verarbeitet Stämme zu Balken.
Das dicke Ende des heutigen Tages kommt allerdings noch. Unsere Schüler werden am Ende des Tages nach unserer Exkursion in die Metropole Dessau intensiv fluchen, da unser ersehnter Rufbus zwar gerufen wurde, auf Grund von Personalmangel aber nicht erschien. Dieser Sachverhalt bedeutet, das wir mit der Bahn nach Dessau fahren müssen und noch besser – am Abend gegen 20:00 Uhr auch wieder zurück eine Bahnreise unternehmen. Und als Krönung des Tages wartet dann gegen 20:15 Uhr noch ein knapp einstündiger Fußmarsch bis zum Ziel unseres Schlafes. Ob und wie wir den Tag überstehen wird dann später geschildert. Eine Hoffnung besteht allerdings: Wir werden wohl wie Steine ins Bett plumpsen und gut schlafen.
Mittwoch
Tag drei im Waldheim ist der zweite Arbeitstag und früh Aufstehen fällt schon etwas schwerer. Aber da auch Mittwoch ein Ausflug geplant ist, muss sich natürlich noch hergerichtet werden, so dass die ersten vor dem Wecken ihre morgendliche Pflege begannen. So ist‘s recht! Der Aufbruch mit den Kleinbussen verlief nach einem schnellem Frühstück dann recht ruhig und die halbstündige Fahrt ins Revier wurde von vielen noch einmal für ein kurzes Nickerchen genutzt. Durch vielfältige Ursachen hat sich die Zahl der Teilnehmer schon etwas reduziert.
Der Nachmittag hielt dann als weiteren Programmpunkt einen Einzug in das Bowlingcenter Roßlau bereit. Zwei Stunden lang gaben sich die Meisten große Mühe und warfen die Kegel das eine oder andere Mal erfolgreich um. Wir konnten zwei volle Runden bowlen und auch einige „Stricks“ oder „Spares“ konnten bejubelt werden. Der Heimweg wurde durch einen Besuch im Supermarkt eingeleitet, den die Kids nutzen konnten, um ihre Vorräte aufzufüllen. Gegen 19:00 Uhr konnte dann das Abendbrot eingenommen werden und im Anschluss konnten die „Kleinen“ dann noch eine Weile am Lagerfeuer sitzen, um Stockbrot und Marshmallows zu rösten. Tatsächlich gab es auch einige „abendliche Gesänge“ am Lagerfeuer – ein Dank geht hier an unseren Musiklehrer Herrn Ott, der mit den jungen Leuten viel Singen übt. Tatsächlich konnten wir dann auch noch einen Teil der abendlichen Planetenkonstellation genießen und Interessiert beobachteten durchs Teleskop Jupiter mit seinen vier großen Monden.
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Donnerstag
Heute merkt man, wie schwer das Aufstehen nach der dritten Nacht fällt. Allerorten ist jammern zu vernehmen, da für einige auch diese Nacht nur einen kurzen Schlaf bereithielt. Und dann auch noch im Wald arbeiten – da ist denn doch fast ein Ding der Unmöglichkeit! Wie immer verlief das Frühstück extrem ruhig und dann saßen schon alle in den Bussen und fuhren ins Revier.
Klassenleiter Herr Helmholz bereitete unter dessen die für den Nachmittag geplante GPS-Rallye vor, bei der es einen Rekord aus dem Jahr 2025 zu brechen gilt. Aus der aktuellen Klasse 9b schaffte es eine Gruppe ohne Hilfen den „Rundkurs grün“ in 38 Minuten zu absolvieren. Das dies auch noch durch Schülerinnen und Schüler einer damals 8. Klasse geschafft wurde ist dabei fast schon sensationell gewesen. Die normale Zeit liegt zwischen knapp einer und eineinhalb Stunden.
Vor Start der beiden Kurse gibt es für die Klasse 8a noch eine kurze Zwischenauswertung der Fahrt, bevor das Thema Geocaching erläutert wurde. Da die Klasse am Montag bereits beim „Angelcaching“ dabei war, konnten die theoretischen Erklärungen sehr kurzgefasst werden. Nur die Erläuterung der Rätsel nahm ein wenig Zeit in Anspruch. Dann ging es bei bestem Wetter raus und wir schauten uns die Handhabung der GPS-Handgeräte an.
Der Rundgang mit den kleinen Rätseln startet dann gegen 15:00 Uhr. Drei Gruppen versuchen eine neue Bestzeit zu erreichen und beginnen ihre Suche stufenweise mit kleinen Pausen, damit alle die gleichen Chancen haben. Traditionell läuft die Gruppe mit Herrn Helmholz als letzte los, da er allen die Geräte erklären muss. Bereits zwischen den Stationen eins und zwei kam mir die als erste gestartete Arbeitsgruppe 2 mit Jamie, Aron, Ida und Mia M. sowie Frau Ziebarth entgegen, was ganz danach roch in den Bereich einer neuen Bestzeit zu kommen. Mia U musste in dieser Gruppe leider mit Knieschmerzen im Waldheim zurückbleiben du war darüber sehr traurig. Sie hätte gerne mitgemacht. Die Gruppe mit Herrn Helmholz (Niklas, Jakob, Noah, Matvii, Jaroslava, Helena und Leonie) war an diesem Tag die Zweitplatzierte und die als zweite gestartete Arbeitsgruppe 3 (die beiden Pascals, Giuliano, Max, Zoe und Frau Telzer) kam dann als dritte Gruppe ins Ziel. Einige Schüler der 8a zeigten keine allzu große Begeisterung, aber den Meisten machte die Rallye viel Spaß.
Abschießend bleibt noch zu bemerken, dass die schnellste Gruppe des Tages eine neue Rekordzeit für die gelbe Runde aufgestellt hat. Die Runden sind nämlich unterschiedlich lang und die gelbe ist etwas länger. Somit ist die Zeit von 51 Minuten nun der gelbe Rekord.
Nach dieser kurzen Geocaching-Wanderung wird dann zum Abschluss der Fahrt gegrillt. Jamie und Pascal konnten nachdem Matvii den Grill angefacht hat loslegen. Für den Klassenleiter Herr Helmholz war es besonders toll, dass er sich dabei um nichts kümmern musste – dank an die Griller, die Klasse, Frau Ziebarth und Frau Telzer. Beide waren eine große Hilfe und trugen zum Gelinge der Fahrt bei. Nach dem Abendmahl gab es dann noch das bei achten Klassen sehr beliebte „Jungenschminken“, eine Show, die ganz ohne TV funktioniert.
Freitag
Der letzte Arbeitstag wird traditionell müde angegangen, obwohl er für uns Begleitpersonen der anstrengendste Tag ist. Ein enger Zeitplan wird mit früh arbeiten, Revierreinigung, Betten abziehen, Zimmerreinigung und Kofferpacken wird noch durch die Auswertung der Arbeitseinsätze und das Mittagessen gefüllt bevor um 13:00 Uhr die Rückfahrt startet. Endlich konnte auch Herr Helmholz einmal mit zupacken und Brennholz für die Heizungsanlage gemeinsam mit Zoe, die trotz leichter Erkältung mithalf, die beiden Pascals, Giuliano, Max und Frau Telzer stapeln. Somit verging die Zeit wie im Fluge und die Reinigung der Zimmer verlief auch weitestgehend problemlos.
Bei der Auswertung mussten wir allerdings erfahren, dass die Gruppe 1 beim Arbeiten leider keine Bäume ausgerissen hat. Besonders gelobt wurde die Gruppe 3 von ihrem Vorarbeiter, der mit der Einsatzbereitschaft sehr zufrieden war. Aber auch die Gruppe 2 hat gut gearbeitet und gerade der sehr kritische Herr Krüger war beim Hochsitzbau (was zugegeben auch eine interessante Tätigkeit war) mit der Truppe zufrieden.
Zum Abschluss muss Klassenleiter Herr Helmholz sich bei allen bedanken, denn trotz kleinerer Probleme bleibt die Fahrt bei ihm in guter Erinnerung und er konnte seine Klasse viel besser kennen lernen. Dank an die 8a und auch an Frau Telzer. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle aber noch einmal an Frau Ziebarth, die eine große Hilfe war, obwohl sie erst bei dieser Fahrt die Schüler der Klasse kennen lernte. Mit viel Verständnis für die Kids konnte sie in einer Woche das Vertrauen der Schülerinnen und Schüler und auch vom Klassenleiter gewinnen. Etwa gegen 14:30 Uhr waren wir dann wieder in Schönebeck und eine tolle Fahrt endet.
Frau Ziebarth, Frau Telzer und Herr Helmholz wünschen ein schönes Wochenende.
P.S.
Der Text entstand dieses Mal zwar völlig ohne KI-Hilfe, alleine war Herr Helmholz aber trotzdem nicht!



